Montag, 08. März 2010 um 14:30 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1220, Donaustadt
ID-Stellungnahme zum Flächenwidmungsplan Entwurf PD 7280E (Süssenbrunner Schloß)
Grundsätzlich wäre die (Um)-Nutzung des Areals des Süßenbrunner Schlosses, eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gutsbetriebes, als Manufakturbetrieb nicht abzulehnen. Die Frage ist hier die konkrete Umsetzung. Hinsichtlich des nun aufgelegten Entwurfs für die Änderung der Flächenwidmung ergeben sich jedoch einige Problematiken. So erscheint die - hinsichtlich (zusätzlicher und/oder alternativer) Lage von (neuen) Bauten - völlig fehlende Regulierung als bedenklich (keine Festsetzung entsprechender Fluchtlinien). Ebenso bedenklich erscheint auch die Beibehaltung der Widmung als "Spk" ohne nähere Definition der dort zulässigen Nutzungen.
Zu bemängeln ist weiters das Fehlen der Festlegung einer Schutzzone für das betroffene Gebiet (unbeschadet des Denkmalschutzes). Darüber hinaus sollen die vorhandenen Bauten nach Möglichkeit bestandsgemäß gewidmet werden um den historischen Charakter des Schlossareals zu wahren (eine durchgehende Gebäudehöhenwidmung von 6,5 Metern ist beispielsweise bei den durch unterschiedliche Bauhöhen charakterisierten historischen Wirtschaftstrakten abzulehnen, vgl. BB16).
Foto: PLauppert (http://de.wikipedia.org/)
Rückfragehinweis: Verein Initiative Denkmalschutz Markus Landerer, Tel.: 0699 1024 4216 www.initiative-denkmalschutz.at, ZVR-Nr.: 049832110
Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. März 2010 um 14:39 Uhr
Mittwoch, 24. Februar 2010 um 21:46 Uhr
Meldungen Niederösterreich -
Korneuburg
Bisambergsender: Nach Sprengung der Sendemasten nun auch das denkmalgeschützte Sendegebäude gefährdet? Technische Denkmale in Österreich zumeist auf verlorenem Posten
Auf Unverständnis stößt beim Verein Initiative Denkmalschutz, mit welcher Eile die Sendemasten auf dem Bisamberg gesprengt werden sollen. Erst vor wenigen Wochen wurde die Öffentlichkeit über die geplante Sprengung informiert.
Im Zuge der heutigen Sprengung sollen leider auch die drei Antennenhäuser zerstört werden (eines aus 1933, die aus den 1950ern mit interessanter rundfunktechnischer Einrichtung). Übersehen wird dabei, dass das dazugehörige Sendegebäude unter Denkmalschutz steht und mit der heutigen Sprengung die Möglichkeit seiner ursprünglichen Nutzung beraubt wird. Logisch wäre gewesen, dass zuerst eine Nachnutzung gefunden, und erst dann über das Schicksal der Sendemasten entschieden wird.
Eine private Initiative bemühte sich noch in den letzten Wochen um die Rettung der Anlage und wollte die Sendemasten mieten - siehe: http://fsmat.at/~calm/bisamberg/
Weiterlesen...
Donnerstag, 18. Februar 2010 um 21:01 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1100, Favoriten
Flächenwidmungs- und Bebauungsplan:
Stellungnahme einer juristischen Person [Initiative Denkmalschutz] zum Entwurf 7915
Donnerstag, 18. Februar 2010
Im genannten Planungsgebiet an der Kreuzung Laaer-Berg-Straße/Südosttangente sind Hochhauswidmungen bis zu 110 Meter Höhe vorgesehen. In unmittelbarer Nähe, in der Absberggasse 47, befindet sich der deutlich niedrigere Porr-Turm, der schon jetzt die Ansicht des Schlosses Belvedere empfindlich beeinträchtigt (vgl. dazu das Buch von Manfred Wehdorn, Wien - Das historische Zentrum: Weltkulturerbe der UNESCO, Wien, 2004, Abb. auf Seite 21). Es wird daher angeregt, vor einer Beschlussfassung im Gemeinderat die visuellen Auswirkungen der geplanten Hochhaustürme auf das UNESCO Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien zu prüfen.
Es ist auch nicht bekannt, ob diese Planung mit der UNESCO, insbesondere mit der Fachorganisation ICOMOS Austria bzw. ICOMOS International, abgestimmt bzw. zumindest kommuniziert wurde.
Verein Initiative Denkmalschutz
Markus Landerer, Tel.: 0699 1024 4216
ZVR-Nr.: 049832110
Weitere Informationen: Monte Laa Internet Plattform
Mittwoch, 03. Februar 2010 um 05:16 Uhr
Meldungen Kärnten -
Klagenfurt Stadt
Waisenhauskaserne in Klagenfurt: Große Aufregung um Abbruch. Initiative Denkmalschutz bedauert Demolierung der städtebaulich so bedeutenden Anlage
Aufgebrachte Klagenfurter Bürger meldeten sich in den letzten Tagen bei der Initiative Denkmalschutz, um über den Ihrer Meinung nach schändlichen Umgang mit historischer Bausubstanz in Ihrer Stadt zu berichten. Ein für das Klagenfurter Stadtbild wichtiger und historischer Bau wird derzeit in großen Teilen demoliert: Die ehemalige Waisenhauskaserne in der Deutenhofenstraße 1-3.
Weiterlesen...
Donnerstag, 07. Januar 2010 um 09:00 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1020, Leopoldstadt
Zerstörung historischer Bausubstanz in der Leopoldstadt geht weiter. Nach Abbruch Große Sperlgasse 14 nun auch Karmelitergasse 3 abgerissen. Wer schützt die Schutzzone? - fragt die Initiative Denkmalschutz
 Der Verlust historischer Bausubstanz in der Leopoldstadt nimmt rasant zu. Nach dem Abbruch eines bedeutenden Gründerzeitbaues in der Rembrandtstraße 21 und dem Abriss des stadtbildprägenden frühgründerzeitlichen Hauses in der Oberen Donaustraße 61 (beim Otto-Wagner-Schützenhaus; beide außerhalb von Schutzzonen gelegen), schreiten die Abbrüche – nun innerhalb von historischen Schutzzonen – fort.
Vor kurzem wurde das historisch bedeutende Haus in der Großen Sperlgasse 14 aus der Mitte des 17. Jahrhunderts abgerissen. Jetzt wird der Abbruch des aus dem 18. Jahrhunderts stammenden Hauses in der Karmelitergasse 3 durchgeführt. Beide Häuser hat die Magistratsabteilung 19 – Architektur und Stadtgestaltung (also auch zuständig für Schutzzonen) - für erhaltenswert beurteilt.
Dennoch können Eigentümer (durch von ihnen beigebrachte Gutachten) als Nachweis „technischer bzw. wirtschaftlicher Abbruchreife“ eine Abbruchbewilligung von der Baupolizei erwirken (Wr. Bauordnung § 60 Abs. 1 lit. d).
Weiterlesen...
Freitag, 04. Dezember 2009 um 07:07 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1060, Mariahilf
Initiative Denkmalschutz fordert wieder mehr Sensibilität in Schutzzonen
Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung am Naschmarkt ist in vollem Gange. Neben die über hundertjährigen gusseisernen Sockel der alten Straßenbeleuchtung entlang des Naschmarktes, hat man bereits die Nachfolgemodelle gestellt. Die alten Sockel seien teilweise korrodiert, ist seitens der MA 33 zu hören, und müssten deshalb ersetzt werden.
Warum ersetzt man die letzten erhaltenen Reste der Stadtmöblierung aus der Zeit des Jugendstil nicht durch originalgetreue Replikate, wie das in anderen, mit Wien durchaus vergleichbaren Städten gemacht wird? Warum werden Gusseisen-Kandelaber in Barcelona, Paris oder Prag als erhaltenswerter Teil des Stadtbildes betrachtet, restauriert und gegebenenfalls rekonstruiert, während in Wien ohne Rücksicht auf Geschichte vorgegangen wird?
Noch 1991 bis 1993 wurde in einem Arbeitskreis der Stadt Wien (MA19, "Möblierung im städtischen Raum") ein Leitbild für die Straßen- und Platzgestaltung erarbeitet, das die Erhaltung des historischen Charakters zum Ziel hatte. Nicht passende Elemente sollten entfernt werden. Nur dort, wo keine historischen Vorbilder gegeben waren, sollte das Mobiliar durch zeitgemäße Elemente ersetzt werden.
Siehe auch: http://wien.orf.at/stories/405602/
Rückfragehinweis:
Verein Initiative Denkmalschutz
Claus Süss, Tel.: 0676 740 43 27, Markus Landerer, Tel.: 0699 1024 4216 www.initiative-denkmalschutz.at, ZVR-Nr.: 049832110
Donnerstag, 19. November 2009 um 12:27 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1120, Meidling
Flächenwidmungs- und Bebauungsplan: Stellungnahme einer juristischen Person [Initiative Denkmalschutz] zum Entwurf 7870
Das Planungsgebiet liegt in der Pufferzone und im unmittelbaren Nahbereich des UNESCO-Weltkulturerbes Schloss und Garten Schönbrunn. Aus diesem Grund sollte ein besonders sensibler und behutsamer Umgang gepflegt werden.
Fiat Gründe (Grünbergstraße – Schönbrunner Straße - Rosasgasse)
Schon der realisierte Baukörper im nördlichen Bereich des Fiat-Areals ist vom Schlosspark Schönbrunn aus deutlich sichtbar und beeinträchtigt nachhaltig das Sichtachsenkonzept der barocken Parkanlage. Umso besorgniserregender scheint nun die vorgesehene Widmung entlang der Grünbergstraße mit derselben Bauklasse V bis 26 Meter Gebäudehöhe), da die gesamte Längsseite – und nicht nur die Stirnseite wie am verwirklichten nördlichen Baukörper – von der Schlosspark-Seite aus sichtbar sein wird. Nicht bekannt ist, ob Sichtachsenuntersuchungen im Zusammenhang mit dem Erscheinungsbild vom Schlosspark Schönbrunn existieren und ob die Widmung mit ICOMOS Österreich bzw. ICOMOS International, dem Fachbeirat für Weltkulturerbefragen der UNESCO, abgestimmt ist. Es wird daher eine wesentlich niedrigere Bauklassenwidmung vorgeschlagen.
Tivoli-Park, Springer-Schlössl (Grünbergstraße – Tivoligasse – Schwenkgasse - Hohenbergstraße)
Historische Gärten gehören zur Gattung der besonders gefährdeten Kulturdenkmäler in Österreich. Vor allem in den dicht verbauten Städten sind diese einem großen Verwertungsdruck ausgesetzt.
Weiterlesen...
Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 13:40 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1060, Mariahilf
Flächenwidmungs- und Bebauungsplan: Stellungnahme einer juristischen Person zum Entwurf '7866'
Der Verein Initiative Denkmalschutz schließt sich der Meinung der Expertin auf dem Gebiet des Denkmalwesens (Frau Mag. arch. Elisabeth Hudritsch) an und gibt folgende Stellungnahme ab: "Auf Grund der homogenen städtebaulichen Situation mit gleichmäßiger vier- bis fünfgeschoßiger gründerzeitlicher Bebauung erscheint die vorgesehene Überhöhung am Ende der verlängerten Gebäudezeile nicht nachvollziehbar. Aus stadtgestalterischer Sicht wäre die Gebäudehöhe an die umliegende Bebauung anzugleichen."
Dienstag, 22. September 2009 um 05:12 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1020, Leopoldstadt
Initiative Denkmalschutz fordert Prüfung des BDA-Bescheides
(OTS) - Am 5. März 2009 hat das Bundesdenkmalamt (BDA) einen Bescheid erlassen, der die Verbauung des Augartenspitzes ermöglicht. Die Gesetzmäßigkeit des Bescheides ist jedoch stark zu bezweifeln: Neben einer in jeder Hinsicht unzulänglichen Interessensabwägung kann wohl auch die von den Wiener Sängerknaben aufgestellte Behauptung, dass der Konzertsaal genau nur an dem angegebenen Ort möglich ist, kaum als erwiesen gelten. Im Bescheid wird diese Behauptung einfach ungeprüft übernommen.
Trotz möglicher Rechtswidrigkeit keine Einspruchsmöglichkeit!
Leider können nur der Landeshauptmann und Bürgermeister (in Wien ident) sowie der Eigentümer respektive Projektwerber den Bescheid anfechten.
Weiterlesen...
Donnerstag, 17. September 2009 um 10:42 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1230, Liesing
An die Magistratsabteilung 21 B  Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien Wien, 17. September 2009 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7900 im 23. Bezirk, Kat. G. Inzersdorf
Draschestraße, Büttnergasse, Kolbegasse, Schwemmingergasse, Beyfusgasse, Pfarrgasse, Linienzug 1-2, Seligmanngasse, Sterngasse, Linienzug 3-7, Pfarrgasse, Linienzug 8-9 und Karl-Krestan-Gasse
Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:
Es wird vorgeschlagen, die vorgesehene Erweiterung der Schutzzone auszudehnen.
Weiterlesen...
|
Donnerstag, 17. September 2009 um 10:40 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1230, Liesing
An die Magistratsabteilung 21 B Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien
Wien, 17. September 2009
Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7121E2
im 23. Bezirk, Kat. G. Mauer
Heudörfelgasse,
Anton-Strutzenberger-Weg,
Schloßgartenstraße,
Peterlinigasse,
Speisinger Straße,
Maurer Hauptplatz,
Geßlgasse,
Maurer Lange Gasse,
Valentingasse und Endresstraße
Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:
Es wird vorgeschlagen, die Häuser Ölzeltgasse Nr. 1 bis 5 in die Schutzzone aufzunehmen. Diese historischen Gebäude grenzen auch unmittelbar an die Schutzzone an.
Weiterlesen...
Donnerstag, 17. September 2009 um 10:33 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1230, Liesing
An die  Magistratsabteilung 21 B Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien Wien, 17. September 2009 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7199E im 23. Bezirk, Kat. G. Atzgersdorf Endemanngasse, Gatterederstraße, Michelfeitgasse, Stenografengasse und Pölleritzergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:
Es kann nicht Aufgabe der Flächenwidmung (Magistratsabteilung 21B) sein, den Erhaltungszustand der im Erläuterungsbericht erwähnten „Herrschaftsvilla“ in der Gatterederstraße Nr. 6A zu bewerten (Zitat Seite 2: „Die (…) ursprünglich angedachte Adaptierung der alten Herrschaftsvilla (…) konnte aufgrund des schlechten Bauzustandes der Villa aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden“).
Es wird vorgeschlagen zu prüfen, inwieweit die Herrschaftsvilla samt Fabrik (Betriebsareal Kleinbahn, Gatterederstraße 4 bis 6) als Schutzzone ausgewiesen werden kann.
Freundliche Grüße
Verein Initiative Denkmalschutz
Im Namen des Vorstands Markus Landerer und Claus Süss
Donnerstag, 17. September 2009 um 10:30 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1230, Liesing
An die  Magistratsabteilung 21 B Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien Wien, 17. September 2009 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7898 im 23. Bezirk, Kat. G. Siebenhirten Baslergasse, Josef-Endlweber-Gasse, Ketzergasse, Dr.-Hanswenzel-Gasse, Baslergasse und Linienzug 1-2 Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:
Es wird vorgeschlagen, die Häuser Ketzergasse Nr. 78 und 80 in die Schutzzone aufzunehmen. Diese historischen Gebäude grenzen unmittelbar an die Schutzzone an und liegen überdies in einem von der Stadt Wien bezeichnenden Bereich „Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit“ (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996). Die als Schutzzone ausgewiesenen Bereiche sollen bestandsgemäß gewidmet werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben. Insbesondere sind die ebenerdigen Häuser Ketzergasse Nr. 52 und Nr. 60 deutlich zu hoch gewidmet.
Es wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden.
Freundliche Grüße Verein Initiative Denkmalschutz Im Namen des Vorstands Markus Landerer und Claus Süss
An die
Magistratsabteilung 21 B
Stadtteilplanung und Flächennutzung
Rathausstraße 14-16
1082 Wien
Wien, 17. September 2009
Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7898
im 23. Bezirk, Kat. G. Siebenhirten
Baslergasse, Josef-Endlweber-Gasse, Ketzergasse, Dr.-Hanswenzel-Gasse, Baslergasse und Linienzug 1-2
Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:
Es wird vorgeschlagen, die Häuser Ketzergasse Nr. 78 und 80 in die Schutzzone aufzunehmen. Diese historischen Gebäude grenzen unmittelbar an die Schutzzone an und liegen überdies in einem von der Stadt Wien bezeichnenden Bereich „Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit“ (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996).
Die als Schutzzone ausgewiesenen Bereiche sollen bestandsgemäß gewidmet werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben. Insbesondere sind die ebenerdigen Häuser Ketzergasse Nr. 52 und Nr. 60 deutlich zu hoch gewidmet.
Es wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden.
Freundliche Grüße
Verein Initiative Denkmalschutz
Im Namen des Vorstands
Dienstag, 08. September 2009 um 00:00 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1170, Hernals
Neuer Flächenwidmungsentwurf ignoriert Schutzzonenwürdigkeit aus 1996
 Im Jahr 1996 hat die Stadt Wien eine Grundlage zur Erweiterung von Schutzzonen im gesamten Stadtgebiet erstellt. Darin wird u. a. der Bereich Neuwaldegger Straße (zw. Nr. 16-40 bzw. 17-41) in Hernals als schutzwürdig „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ eingestuft. Der Verein Initiative Denkmalschutz hat im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungsentwurfs das Gebiet untersucht und tatsächlich bedeutende historische Objekte in diesem Bereich festgestellt, die unerklärlicherweise nicht für eine Schutzzonenerweiterung vorgesehen sind. So werden Objekte wie eine bemerkenswerte Villa mit reichem Dekor in Formen der Tudorgotik (Neuwaldegger Straße 33), ein spätbiedermeierliches, repräsentatives Landhaus (Neuwaldegger Straße 36), oder auch der ehem. Lindenhof, eine große romantische Villa, erbaut vom Architekten Karl Hasenauer (Geroldgasse 7), neben weiteren ortsbildprägenden historischen Gebäuden nicht für eine Schutzzonenerweiterung vorgeschlagen.
Initiative Denkmalschutz fordert vom Bezirk Stellungnahme pro Schutzzone
Recherchen des Vereins haben überdies ergeben, dass diese Gebäude auch nicht unter Denkmalschutz stehen. Somit können diese Gebäude leider – nach der Liberalisierung der Wiener Bauordnung aus dem Jahr 1996/97 – jederzeit ohne Bewilligung abgebrochen werden. Es bleibt unverständlich, dass die Stadt Wien im Zuge der Erarbeitung des Flächenwidmungsentwurfs keine Schutzzonenerweiterung vorgesehen hat. In seiner nächsten Sitzung am 16. September hat der Bezirk Gelegenheit, sich für die Erweiterung der Schutzzone auszusprechen. Eine sachliche Grundlage dafür hat die Initiative Denkmalschutz in ihrer Stellungnahme vom 5. August geliefert. Um einen wirkungsvollen Schutz zu gewährleisten, wird darüber hinaus eine bestandsbezogene Widmung sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen.
Rückfragehinweis: Markus Landerer, Mobil: 0699 1024 4216 Claus Süss, Mobil: 0676 740 43 27 Verein Initiative Denkmalschutz ZVR-Zl 049832110 Link: Schutzzonengrundlage 1996 http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/planungen/schutzzone/images/ausgangslage-b.jpg
Montag, 07. September 2009 um 23:25 Uhr
Meldungen Niederösterreich -
Mödling
Gastkommentar (-Meldung)
ÖBB und Gemeinde Perchtoldsdorf wollen in einer Gemeinschaftsaktion einen denkmalschutzwürdigen Bahnhof beseitigen lassen
 Nur wenige Bahnhöfe im Umfeld der Großstadt Wien zeigen noch die Schönheit der Eisenbahnarchitektur vergangener Zeiten. Ein besonderes Juwel, ein ebenerdiges Fachwerkgebäude mit Holzschnitzereien, hat sich in Perchtoldsdorf in unsere heutige Zeit herüber gerettet. Das idyllische Bauwerk liegt an der Eisenbahnstrecke Liesing-Kaltenleutgeben, deren Personenverkehr bereits 1951 in der Zeit des aufkeimenden Autoverkehrs eingestellt wurde. Früher konnte man hier, nur wenige hundert Meter vom Ortszentrum Perchtoldsdorf entfernt, in die Bahn einsteigen.
Weiterlesen...
Donnerstag, 27. August 2009 um 17:05 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1020, Leopoldstadt
Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 6689E2 im 2. Bezirk, Kat. G. Leopoldstadt Obere Donaustraße, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz, Hammer-Purgstall-Gasse, Lilienbrunngasse
Der Verein „Initiative Denkmalschutz" gibt folgende Stellungnahme ab:
Das Plangebiet liegt an einer äußerst sensiblen Stelle an der unmittelbaren Grenze des Wiener Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien" (seit 2001), keine 700 Meter Luftlinie vom Stephansdom entfernt. Die Kernzone des Weltkulturerbegebietes beginnt direkt am anderen Ufer des Donaukanals. Die an dieser Stelle viel zu knapp bemessene Pufferzone des Weltkulturerbegebietes endet im Donaukanal und somit unmittelbar vor dem geplanten Hochhauscluster Raiffeisen. Die Widmung damit zu begründen, dass schon bisher am Donaukanalufer eine massive Hochhausverbauung stattgefunden hat, greift zu kurz.
Weiterlesen...
Mittwoch, 05. August 2009 um 00:00 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1170, Hernals
An die Magistratsabteilung 21 A Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien Wien, 5. August 2009
Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7863 im 17. und 18. Bezirk, Kat. G. Neuwaldegg, Dornbach und Pötzleinsdorf
Der Verein „Initiative Denkmalschutz" gibt folgende Stellungnahme ab:
Bestandsorientierte Widmung
Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung eine bestandsorientierte Widmung für die historischen Objekte vor-geschlagen. Jedoch wird bei nicht wenigen Objekten im neuen Entwurf des Flächen-widmungs- und Bebauungsplanes keine entsprechende Rücksicht genommen. Besonders augenfällig wird dies bei den Objekten Neuwaldegger Straße Nr. 6 bis 14, Nr. 46), für die eine Widmung W I vorgeschlagen wird. Die Gebäude sind jedoch nur einstöckig (Nr. 12 gar nur ebenerdig). Für das ebenerdige Haus Artariastraße 2 ist ebenso augenfällig eine zu hohe Widmung (W I 6,5 m) vorgesehen. Im Sinne der im Entwurf selbst definierten Maßnahmen „Ausweisung bestandsorientierter Bebauungsbestimmungen" (Ziele der Bearbeitung), möge die Bebauungsbestimmung entsprechend dem Bestand angepasst werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben.
Weiterlesen...
Freitag, 09. Januar 2009 um 00:00 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1010, Innere Stadt
Wunsch nach mehr Sensibilität im UNESCO-Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien
1991 bis 1993 wurde in einem Arbeitskreis der Stadt Wien (MA19, „Möblierung im städtischen Raum“) ein Leitbild für die Straßen- und Platzgestaltung erarbeitet, das die Erhaltung des historischen Charakters zum Ziel hatte. Nicht passende Elemente sollten entfernt werden. Nur dort, wo keine historischen Vorbilder gegeben waren, sollte das Mobiliar durch zeitgemäße Elemente ersetzt werden.
Originale Straßenmöblierung der Wiener Ringstraße in den letzten Jahren verschrottet
Die Stadt Wien scheint sich nun von dieser ursprünglichen Absicht gänzlich abgewandt zu haben, wie es sich aktuell am Disput um die Beleuchtung in der Kärntner Straße zeigt. Nach der Umgestaltung des Schwarzenbergplatzes 2002, der bis vor kurzem der einzige Bereich der Ringstraße war, innerhalb dessen die (veränderten) Lichtmaste von 1904 noch in größerer Zahl vorhanden waren, wurde und wird auch die historische Straßenmöblierung im gesamten Ringstraßenbereich sukzessive entfernt. So wurden insbesondere im Jahr 2005 die originalen Gusseisensockel samt originaler Beleuchtungsmaste der Ringstraße entsorgt. Auch und vor allem die originalen Gaslaternenkandelaber, ca. 100 Stück, sind zumeist in den Schrott gewandert, wohl einmalig im internationalen Vergleich. Nur mehr kümmerliche Reste lagern in einem Depot der Stadt (MA33).
Weiterlesen...
Samstag, 06. Dezember 2008 um 00:00 Uhr
Meldungen Steiermark -
Steiermark landesweit
Revitalisierungsfonds für Kulturdenkmäler essentiell wichtig. Initiative Denkmalschutz fordert die Beibehaltung der direkten Fördermittel
Der Verein ‚Initiative Denkmalschutz’ fordert die verantwortlichen Landespolitiker eindringlich auf, den steirischen Revitalisierungsfonds nicht zu kürzen.
Es ist erfreulich, dass die Darlehen, die bis vor kurzem ebenso gefährdet waren, jetzt wieder zugesichert wurden. Doch auch die direkten Fördermittel müssen in Hinkunft gesichert sein. Wir fordern daher Landesrat Seitinger auf, auch diese Förder(ungs)mittel, wie in der Vergangenheit geschehen, in Zukunft zur Verfügung zu stellen. Insbesondere für die vielen privaten Eigentümer von Denkmalen, die auf kein Vermögen zurückgreifen können und regelmäßig einen hohen Anteil ihrer Freizeit für den Erhalt von Kulturgut des Landes investieren, sind die direkten Fördermittel des Revitalisierungsfonds unverzichtbar!
Markus Landerer Verein ‚Initiative Denkmalschutz’ Mobil: 0699 1024 4216
Presseaussendung, 6. Dezember 2008
Mittwoch, 29. Oktober 2008 um 00:00 Uhr
Meldungen Wien -
Wien 1120, Meidling
 Wien (OTS) - Entgegen den Empfehlungen von ICOMOS und UNESCO auf den so genannten Komet-Gründen auf ein Hochhaus zu verzichten und anstatt dessen die Pufferzone zu erweitern, wurde nun auch die für den Ausnahmefall mit der UNESCO getroffene Vereinbarung missachtet, dass ein Hochhaus in diesem Bereich maximal 60 Meter sein sollte. Der morgen im Gemeinderat zur Abstimmung vorliegende Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sieht nämlich ein 73 Meter Hochhaus mit einer nahezu 100 Meter langen und 42 Meter hohen Sockelzone (Randverbauung) vor. Mit der Beschlussfassung dieses von SPÖ und FPÖ forcierten Projektes würde nicht nur das barocke Sichtachsenkonzept der meistbesuchten Sehenswürdigkeit Österreichs massiv beeinträchtigt, sondern auch das öffentliche Interesse am unversehrten Erhalt des barocken Konzeptes von Schloss und Park Schönbrunn für kommende Generationen verraten werden. Denn der neue Bebauungsplan bringt nicht nur einen millionenschweren Widmungsgewinn für den Bauwerber mit sich, sondern auch einen Rechtsanspruch, der weiterführende Gespräche mit der UNESCO zur Rettung Schönbrunns ad absurdum führt.
Rückfragehinweis: Claus Süss, Mobil-Tel.: 0676 740 43 27 Verein 'Initiative Denkmalschutz'
|
|
|
|
|
|
Seite 1 von 2 |