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Flächenwidmung Neuwaldegg-Dornbach (Wien-Hernals): Stellungnahme ID-Verein

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Stadtteilplanung und Flächennutzung
Rathausstraße 14-16
1082 Wien

Wien, 5. August 2009

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7863
im 17. und 18. Bezirk, Kat. G. Neuwaldegg, Dornbach und Pötzleinsdorf

Der Verein „Initiative Denkmalschutz" gibt folgende Stellungnahme ab:

Bestandsorientierte Widmung

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung eine bestandsorientierte Widmung für die historischen Objekte vor-geschlagen. Jedoch wird bei nicht wenigen Objekten im neuen Entwurf des Flächen-widmungs- und Bebauungsplanes keine entsprechende Rücksicht genommen. Besonders augenfällig wird dies bei den Objekten Neuwaldegger Straße Nr. 6 bis 14, Nr. 46), für die eine Widmung W I vorgeschlagen wird. Die Gebäude sind jedoch nur einstöckig (Nr. 12 gar nur ebenerdig). Für das ebenerdige Haus Artariastraße 2 ist ebenso augenfällig eine zu hohe Widmung (W I 6,5 m) vorgesehen. Im Sinne der im Entwurf selbst definierten Maßnahmen „Ausweisung bestandsorientierter Bebauungsbestimmungen" (Ziele der Bearbeitung), möge die Bebauungsbestimmung entsprechend dem Bestand angepasst werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben.

Erweiterung Schutzzone

Im Sinne der im Entwurf selbst definierten Ziele „Gewährleistung des Bestandes von Gebieten, die wegen ihres örtlichen Stadtbildes in ihrem äußeren Erscheinungsbild erhaltenswürdig sind", die durch Maßnahmen wie „Ausweisung bestandsorientierter Bebauungsbestimmungen und einer Schutzzone" erreicht werden sollen, wird eine neue Schutzzone im Bereich Neuwaldegger Straße Nr. 28 bis Nr. 36 bzw. Nr. 33 unter Einbindung von Nr. 18 und Nr. 22 vorgeschlagen.

Nr. 18: (ehem. Artaria-Villa, erb. 1804, klassizistische Anlage 1954 Umbau)
Nr. 22: historistische Fassade
Nr. 28: historistische Fassade
Nr. 32: eingeschossiges, giebelständiges Haus
Nr. 33: bemerkenswerte Villa mit reichem Dekor in Formen der Tudorgotik
Nr. 36: biedermeierliches Landhaus mit Friese, Parapet- und Lunettendekor, 3.V.19. Jh.) samt ehem. Pförtnerhaus (Nr. 34)

Um einen wirkungsvollen Schutz zu gewährleisten, wird auch hier eine bestandsbezogene Widmung sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Insbesondere wird bei Nr. 32 und Nr. 33 die großzügige Ausweitung der Baufläche im Grundriss abgelehnt, bei ersterer ist auch augenfällig die Widmung viel zu hoch (ebenerdiges Haus, Widmung jedoch W I 7,5 m vorgesehen).

Anbindung Schutzzone

Es wird vorgeschlagen, den Gebäudekomplex Geroldgasse 7 (ehem. Lindenhof, große romantische Villa für Verlagsbuchhändler Moriz von Gerold 1861 von Karl Hasenauer erbaut), insbesondere inklusive dem an der Straße gelegenen Wirtschaftsgebäude (Fach-werkausbau mit Schweizerhaus-Elementen) an die Schutzzone in der Geroldgasse anzubinden.


Mit freundlichen Grüßen

Verein Initiative Denkmalschutz

Im Namen des Vorstands:
Markus Landerer und Claus Süss

 

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