www.initiative-denkmalschutz.at

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Neueste Meldungen

Initiative Denkmalschutz fordert politische Lösung für Hietzinger Hauptstraße 100-102

E-Mail Drucken PDF

Politik ist aufgefordert mit dem Eigentümer den Erhalt zu verhandeln!

1130_Hietzinger-Hauptstrasse-100-102_Initiative-Denkmalschutz_2011Jaenner_Detail"Was am Alsergrund im 9. Bezirk möglich ist, sollte wohl auch im 13. Bezirk möglich sein: der Erhalt des seitens der MA 19 für schutzwürdig erklärten Gründerzeithauses", sagt die Initiative Denkmalschutz anlässlich der heute statt findenden Sonder-Bauausschuss-Sitzung in Hietzing.

Auch das Gründerzeithaus Boltzmanngasse 21 (Ecke Alserbachstraße 12) am Alsergrund befand sich (noch) nicht in einer Schutzzone und der Eigentümer hatte ebenso schon Pläne für einen Neubau fertig. Auf Grund der heftigen Proteste im Bezirk konnte nach erfolgreichen Verhandlungen im Jahr 2009 schließlich eine politische und für alle Beteiligten zufrieden stellende Lösung gefunden werden: Der Erhalt des schützenswerten Hauses war gesichert!

Weiterlesen...
 

"Dann müsste auch der Stephansdom abgerissen werden" 12.1.2011

E-Mail Drucken PDF

"Der Standard" interviewte Markus Landerer und Claus Süss zum Thema: "Denkmalschutz in Wien"

 

Wiener Stadtbildpflege am Abstellgleis?

E-Mail Drucken PDF

Initiative Denkmalschutz: Wiener Stadtbildpflege am Abstellgleis?

Die vernachlässigte Schutzzonenpolitik fordert zwei weitere Opfer

1130_Hietzinger_Hauptstrasse_100-102_resized_DSCN0874Zwei Gründerzeithäuser in der Hietzinger Hauptstraße 100-102 sollen 2011 dem Abriss zum Opfer fallen. Dabei hätte die Politik über 10 Jahre Zeit gehabt diese erhaltenswerten Objekte in die Schutzzone aufzunehmen und damit vor dem Abbruch zu retten.

 

Schutzzonenerweiterung: Die skandalöse Chronologie der Untätigkeit

Bereits 1996 hat die Stadt Wien im Rahmen ihres Schutzzonenmodells Gebiete definiert, die "mit hoher Wahrscheinlichkeit" als schutzzonenwürdig eingestuft werden können, darunter auch die betroffenen Häuser. 1999 wurde das gegenständliche Gebiet von der MA 19 inventarisiert und wieder als schützenswert beurteilt ("eine nahezu geschlossene Reihe von erhaltenswerten Gebäuden"). Im Februar 2007 hat die Bezirksvertretung Hietzing den Antrag zur Schaffung einer Schutzzone einstimmig angenommen ("existiert ein nahezu geschlossenes Ensemble von Gründerzeit-Häusern"). In der Antwort vom zuständigen Stadtrat Rudi Schicker wurde man auf die nächste Gebietsüberarbeitung vertröstet. Im Juni 2008 hat die Bezirksvertretung die Stadt Wien noch einmal auf die Dringlichkeit dieser Schutzzonenwidmung hingewiesen und um ehebaldigste Umsetzung gebeten, da in nächster Zeit Eingriffe in das Ensemble zu erwarten sind. Wieder wurde nichts unternommen und im Juni dieses Jahres wurde schließlich ein Neubauprojekt bei der Baubehörde eingereicht.

Weiterlesen...
 

Initiative Denkmalschutz: Kein Anbau am historisch bedeutenden Bau der ehem. Dietrichsteinschen Reithalle ("Studio Moliere")

E-Mail Drucken PDF

Der aktuelle Entwurf zum Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sieht die Möglichkeit eines An- und Zubaues vor, der die repräsentative Schaufassade zerstören würde.

STELLUNGNAHME DER INITIATIVE DENKMALSCHUTZ
zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan (MA 21 A - Plan Nr. 7202 E)

1030_Liechtensteinstrasse_37_DSCN0094kDie straßenseitige mehrfach veränderte Fassade ist sehr schlicht gehalten, beinahe unscheinbar. Umso mehr überrascht die sehr gut erhaltene, repräsentative Schaufassade mit großen romantisierend gotischen Spitzbogenfenstern gartenseitig. Das Objekt steht in einer Schutzzone und ist wohl auch denkmalschutzwürdig. Da es sich aber im Eigentum eines ausländischen Staates befindet (es gehört der Französischen Republik - Französisches Kulturinstitut in Wien), steht es formal nicht unter Denkmalschutz (wie z. B. auch die Französische Botschaft am Schwarzenbergplatz).
Weiterlesen...
 

ID-Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Schloss und Schlosspark Gainfarn in Bad Vöslau

E-Mail Drucken PDF

Stellungnahme der Initiative Denkmalschutz zum geplanten Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für Schloss und Schlosspark Gainfarn in Bad Vöslau

Flächenwidmungsplan: Plan Nr. 3 (KG Gainfarn) Parz. Nr. 1/1 (T), 2 (T), 323 (T),  3360 (T)
Bebauungsplan: Plan Nr. 4 (KG Gainfarn) Parz. Nr. 1/1 (T), 2 (T), 323 (T), 3360 (T)

Schloss_Gainfarn_resized_DSCN2110Der Verein Initiative Denkmalschutz hat - nach einem am 23. Oktober durch­geführten Lokalaugenschein - folgende Stellungnahme gegenüber dem Bauamt der Stadtgemeinde Bad Vöslau abgegeben:

Im Plangebiet liegt das Schloss Gainfarn samt Schlosspark. Das Schloss wurde 1816 unter Verwendung älterer Bauteile errichtet, 1929 ergänzt und nach 1955 als Schule adaptiert. Der ursprünglich barocke Garten wurde nach 1800 um etwa das drei- bis vierfache erweitert und durchgehend im „englischen Stil“ als Land­schafts­garten mit verästeltem Wegenetz und wei­ten Wiesenflächen mit Ge­hölzen ausge­staltet.

Der Landschaftsgarten hat sich beinahe in seiner gesamten Größe erhalten und ist bis heute im Gelände – trotz Verwahrlosung und Adaptierungen in den Nachkriegs­jahrzehnten (wie bei zahllosen historischen Gärten in Österreich geschehen) – deutlich in der Vegetation spürbar und im Gelände ablesbar. Somit ist die untrenn­bare Einheit Schloss und Schlosspark als Kulturdenkmal Schlossanlage (-ensemble) bis heute im Wesentlichen erhalten geblieben und als Einheit im Sinne der Denkmal- und Ortsbildpflege schützenswert. Gerade in der Gartendenkmalpflege ist es üblich, deutlich sensiblere Maßstäbe als in der Bau­denk­malpflege anzulegen, da die Natur einem ständigen Wandel unterliegt.

Weiterlesen...
 

Wiener Landtagswahlen 2010 - Antworten der Parteien auf unsere Fragen, 4.10.2010

E-Mail Drucken PDF

Fragen zum Thema Denkmalschutz und Stadtbildschutz im Zuge der Landtags- und Gemeinderatswahlen am 10. Oktober 2010

Der folgende Fragenkatalog wurde am 11. August 2010 von der Initiative Denkmalschutz an die bei der Wiener Landtagswahl voraussichtlich kandidierenden politischen Parteien geschickt. Antworten: siehe unten (update 08.10.2010: auch die SPÖ hat noch geantwortet)

1/ Schutzzonen

Leider bieten Schutzzonen oftmals keinen ausreichenden Schutz, um schützenswerte Gebäude vor negativen Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes bzw. vor einem Abriss zu bewahren. Insbesondere voluminöse Dachgeschoßausbauten, aufgesetzte Staffelgeschoße und die Veränderung von historischen Dachaufbauten (Giebeln, Kuppeln, etc.) sowie der Fenstertausch von Kasten- in Isolierfenster haben sich in den letzen Jahren sehr negativ auf das historische Stadtbild innerhalb dieser Zonen ausgewirkt. Auch finden vermehrt Abbrüche in Schutzzonen statt, die mit der Begründung der „technischen“ bzw. „wirtschaftlichen Abbruchreife“ seitens der Baupolizei (MA 37) bewilligt werden, obwohl die Behörde den Nachweis des Vorliegens der technischen / wirtschaftlichen Abbruchreife teils völlig unzureichend prüft (z.B. Sigmundsgasse 5). Und auch die Konsequenzen bei illegalen Abbrüchen scheinen eher für den Abbruch förderlich als abschreckend zu sein.

Fragen:
- Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, um Gebäude, die sich in Schutzzonen befinden, besser zu schützen?
- Sind Sie für eine Ausweitung der Schutzzonen, wie sie die Stadt Wien 1996 angedacht, aber bis heute nur in geringem Ausmaß umgesetzt hat?
Weiterlesen...
 

Monikapforte in Salzburg: Bewährte Zukunftslösung

E-Mail Drucken PDF

Memorandum der unabhängigen österreichischen Denkmalschutz-NGOs Initiative Denkmalschutz, Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege und ICOMOS AUSTRIA - Österreichisches  Nationalkomitee

Die beiden österreichischen Denkmalschutz-NGOs sowie ICOMOS Austria unterstützen den Stadtteilverein Mülln bei seiner Forderung: Der Zustand der barocken Wehranlage vor dem Brückenprovisorium, das eigentlich nur dem Bau des 2004 (!) eröffneten Museums der Moderne dienen sollte, ist wiederherzustellen.

Das Nadelöhr Monikapforte erschloß bis zur Errichtung des Provisoriums 2002 das Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet Mönchsberg optimal. Seitdem stieg der Individualverkehr dramatisch und wird durch die Altstadt-Poller erst ab 10:00 beschränkt. Der geplante Brückenbau würde zudem weiteren Begehrlichkeiten in diese Richtung bis hin zu Wünschen nach neuen Zu- und Umbauten auslösen.

Weiterlesen...
 

Pressekonferenz der Aktion 21 zu Stadtplanung und Flächenwidmungen, 14.9.2010

E-Mail Drucken PDF

Am 14. September 2010 fand eine Pressekonferenz der Aktion 21 (www.aktion21.at) mit dem Titel "Bürger wollen mitreden! - Stadtplanung und Flächenwidmungen" statt, auch unser Verein Initiative Denkmalschutz war aktiv beteiligt.

Bei der von der Journalistin Annette Scheiner moderierten Veranstaltung berichteten Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen sowie der Stadtplaner Reinhard Seiß über spektakuläre Fehlplanungen.

Die Aktion 21 fordert schon lange im Namen von über 40 Bürgerinitiativen (und die Zahl steigt weiter) von der Wiener Stadtregierung mehr Mitspracherecht bei der Planung von Projekten.

Die Reaktion von Planungsstadtrat Schicker war leider alles andere als konstruktiv (www.aktion21.at/themen).

Die ORF-Sendung Kulturmontag ging einen Tag vor der Pressekonferenz auf das Thema ein (tv.ORF.at).



Wien (OTS) - Beim heutigen Pressefrühstück von Aktion 21 - proBürgerbeteiligung zum Thema Widmungen wurde an den aktuellen Projekten Monte Laa und Kometgründe in Meidling, aber auch an früheren Verfahren (Wien Mitte) aufgezeigt, wie die Stadtverwaltung nicht nur ihr eigenes Hochhaus-Konzept willkürlich und zum Schaden der Bewohner ad absurdum führt, sondern auch Empfehlungen der Umweltanwaltschaft, ja selbst der UNESCO, ignoriert und eigenmächtig gegen Landesgesetze verstößt.
Weiterlesen...
 

Augarten-Bescheid: schwere Rechtsmängel nun amtlich

E-Mail Drucken PDF

Konzerthalle der Wiener Sängerknaben materielle Rechtsgrundlage entzogen


1020_Wien_Obere_Augartenstrasse_1e_Augartenspitz_02_klein(OTS) - Nun ist es auch amtlich: die Volksanwaltschaft hat bestätigt, dass der Augarten-Bescheid des Denkmalamtes die von den Freunden des Augartens gerügten und auch vom Verfassungsexperten Prof. Heinz Mayer festgestellten schwerwiegenden Mängel aufweist und so nicht hätte erlassen werden dürfen.
Der darauf beruhenden Baugenehmigung ist damit die materielle Rechtsgrundlage entzogen.

Da ein Einspruch aber nur seitens der am Bau Interessierten möglich war, ist der Bescheid rechtskräftig und kann vom Bundesdenkmalamt nicht mehr 1020_Wien_Obere_Augartenstrasse_1e_Augartenspitz_04_kleinaufgehoben werden. Allerdings könnte der Landeshauptmann Dr. Michael Häupl als "übergangene Partei" Einspruch erheben und den Rechtsbruch sanieren - wenn er wollte und sich für das Recht statt für seine persönliche Vorliebe entschiede.

Ein Fall für den Staatsanwalt

Dies wäre vor allem deshalb angebracht, weil die Volksanwaltschaft festgestellt hat, es seien "Mängel bei der Bestellung und Zweifel an der Objektivität des für die Entscheidungsfindung wesentlichen Gutachters (..) hervorgetreten", ein Umstand, der nun die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Unnötig zu sagen, dass es einem Landeshauptmann anstünde, alle Mittel auszuschöpfen, um solche zweifelhaften "Entscheidungsfindungen" zu bekämpfen.
Weiterlesen...
 

Döllacher Kohlbarren gerettet!

E-Mail Drucken PDF

Letzte Zinkhütte Europas vor Abbruch gerettet!

9843_Grosskirchheim_Döllacher ZinkhütteNach heutigem Wissensstand ist der Döllacher Kohlbarren in der Gemeinde Großkirchheim in Kärnten die „letzte Zinkhütte Europas dieser Art und wahrscheinlich der ganzen Welt“ (in der heutigen Form besteht diese Anlage zur Zinkverhüttung seit 1796).

Ihr Verlust wäre fatal gewesen!

Der Ausgang der Rettungsversuche war ungewiß, da es lange keine Finanzierungszusagen durch die öffentliche Hand für die benötigten 350.000 Euro gab.

Der „iD-Initiative zur Rettung der Zinkhütte Döllach“, ins Leben gerufen und vorangebracht von Vereins- und Kontrollratsmitglied Mag. art. Maria Ranacher und tatkräftig unterstützt von Prof. Dr. Ute Georgeacopol (TICCIH Austria), ist es zu verdanken, dass die zuständigen Stellen ihre Verantwortung wahrgenommen haben und die notwendigen Schritte eingeleitet wurden.

Der Aufruf zur Rettung der Zinkhütte Döllach pdfreaders.org hat dazu ebenso beigetragen wie zahllose Briefe und persönliche Interventionen von Mag. art. Ranacher, u.a. bei verschiedenen Ministerien, der Kärntner Landesregierung, dem Bürgermeister der Gemeinde und den zuständigen Stellen des Bundesdenkmalamtes - und deren Zusammenführung bei einem Runden Tisch.

Aktuell (12/2010) ist die Finanzierung der Restaurierung und mittelfristigen Erhaltung zu 80% gesichert. Landeskonservator und Bürgermeister bekunden ihre Freude über die Rettung des Kulturdenkmals (vgl. Kleine Zeitung, 20.11.2010). Ohne der Initiative unseres Vereins hätte aber vermutlich - wie in anderen Fällen - der Bagger das letzte Wort gehabt.

Die „iD-Initiative zur Rettung der Zinkhütte Döllach" wird ihr Ziel daher erst dann als erreicht betrachten, wenn sowohl eine qualifizierte Dokumen­tation des derzeitigen Bauzustands und Mauerwerksbestandes als auch eine Sicherung und Restaurierung in völligem Respekt des Denkmalbe­standes und Erscheinungsbildes erfolgt ist.

 


iD-Initiative zur Rettung der Zinkhütte Döllach
Prof. Dr. Ute Georgeacopol | TICCIH Austria | ute [Punkt] georg [at] ticcih [Punkt] at
Tel +43 (0)664 1533 531
Mag. art. Maria Ranacher | IDMS | maria [Punkt] ranacher [at] chello [Punkt] at
Tel +43 (0)699 15400 863

 

9843_Grosskirchheim_Döllacher_Zinkhütte
 

ID-Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7765, 7767 und 7849 - Wiener Hauptbahnhof

E-Mail Drucken PDF

Wiener Hauptbahnhof, Stellungnahme Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7765, 7767 und 7849

1100_suedbahnhof_katakombenDa das Wiener Hauptbahnhofprojekt im vorliegenden Planentwurf eine Beeinträchtigung des UNESCO-Weltkulturerbegebietes "Historisches Zentrum von Wien" erwarten lässt (insbesondere in  Bezug auf den unmittelbaren Nahbereich, dem in der Kernzone liegenden Schloss Belvedere samt Park), wird empfohlen vorerst von einer Beschlussfassung abzusehen. Zuvor ist – auch im Sinne der städtebaulichen Denkmalpflege - die Meinung des  "Internationalen Rat für Denkmalpflege", dem Beratungsgremium der UNESCO in Weltkulturerbefragen, zu hören und mit diesem bzw. der UNESCO die Planungen abzustimmen. Es ist nämlich nicht bekannt, ob das geplante Projekt in der vorliegenden Form durch ICOMOS bzw. der UNESCO akzeptiert werden kann.

Weiterlesen...
 

ID-Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7964 - Ortskern Jedlesee

E-Mail Drucken PDF

Initiative Denkmalschutz: Jedleseer Loretto-Schlössel in Bedrängnis - Neue Flächenwidmung soll heute im Bezirk Floridsdorf beschlossen werden

1210_Loretto-Schloessl_DSCN6121_kleinDer Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme zum Entwurf für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7964 ab:

Jedlesee ist die älteste Siedlung im Bezirk Floridsdorf. Im Bereich der Lorettokirche und im Kreuzungsbereich Anton-Bosch-Gasse/Michtnergasse sind noch Reste der ursprünglich historischen Ortsbebauung von Jedlesee erhalten. Die Gebäude sind hier 1 bis 2geschoßig. Sie sind als Schutzzone ausgewiesen und stehen zum Teil unter Denkmalschutz. So z.B. Lorettoplatz 5, das historische "Loretto-Schlössel", auch als "Maria Theresien-Schlössel" bekannt (ehem. Herrschaftshaus, erbaut Ende 17. Jh und damit eines der ältesten noch bestehenden Gebäude in Floridsdorf).

Es wird vorgeschlagen, die beiden ortsbildprägenden Häuser Anton-Bosch-Gasse 7 (erbaut 1906, dreigeschoßig mit secessionistischem Dekor) und Michtnergasse 9 in die Schutzzone aufzunehmen. Diese historischen Gebäude grenzen unmittelbar an die vorgesehene Schutzzone an. Aufgrund des engen räumlichen sowie geschichtlichen Konnex der Häuser Anton-Bosch-Straße 3 bis 5 zum historischen Ortskern, der als Schutzzone ausgewiesen ist, wird angeregt zu prüfen, ob eine Ausweitung der Schutzzone auch um die straßenseitigen Außenflächen der genannten, jedoch nachteilig veränderten Häuser sinnvoll sein kann.

Weiterlesen...
 

Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7974 - Hohe Warte: ID-Stellungnahme

E-Mail Drucken PDF

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme zum Entwurf für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7974 ab:


1190_Hohe_Warte_DSCN5979_kleinDie villenartige Bebauung entlang der Hohen Warte (Nr. 22 bis 40) wird zu Recht als Schutzzone gemäß Wiener Bauordnung ausgewiesen, da es sich um ein "wegen ihres örtlichen Stadtbildes in ihrem äußeren Erscheinungsbild erhaltenswürdiges Gebiet als in sich geschlossenes Ganzes" handelt (§ 7 Abs 1).

Weiterlesen...
 

Flächenwidmungsplan 7460E - Invalidenheim: ID-Stellungnahme

E-Mail Drucken PDF

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:


1130_Invalidenhauskirche_DSCN9723_kleinDas ehemalige k.u.k. Invalidenheim befindet sich in einer Schutzzone gemäß Wiener Bauordnung,  da es sich um ein "wegen ihres örtlichen Stadtbildes in ihrem äußeren Erscheinungsbild erhaltenswürdiges Gebiet als in sich geschlossenes Ganzes" handelt (§ 7 Abs. 1). "Der Gebäudekomplex des Invalidenheimes ist geprägt von freistehenden mehrgeschossigen Wohngebäuden, die bis auf einen Neubau aus der Gründerzeit stammen, und einem Kirchengebäude im südlichen Teil der Anlage (St. Johann Nepomuk Invalidenhauskirche). Die beschriebenen Gebäude liegen in einem naturbelassenen Park in Hanglage mit zahlreichen stockenden Großbäumen, Strauchvegetationen und einigen Wiesenflächen" (Zitat aus dem Erläuterungsbericht, Seite 1). Aufgrund dieses weitgehend erhaltenen einheitlichen Erscheinungsbildes der Anlage Invalidenheim wird angeregt von einer Höherwidmung des derzeit an der Stranzenberggasse (Ecke Hochheimggasse) befindlichen Werkstattgebäudes abzusehen. Ebenso von der Tiefgarage, die einen empfindlichen Eingriff in die gärtnerische Ausgestaltung der Anlage des Invalidenheimes darstellen würde.

Weiterlesen...
 

Flächenwidmungsplan Entwurf Süssenbrunner Schloß: ID-Stellungnahme

E-Mail Drucken PDF

ID-Stellungnahme zum Flächenwidmungsplan Entwurf PD 7280E (Süssenbrunner Schloß)


Schloss_Suessenbrunn
Grundsätzlich wäre die (Um)-Nutzung des Areals des Süßenbrunner Schlosses, eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gutsbetriebes, als Manufakturbetrieb nicht abzulehnen. Die Frage ist hier die konkrete Umsetzung. Hinsichtlich des nun aufgelegten Entwurfs für die Änderung der Flächenwidmung ergeben sich jedoch einige Problematiken. So erscheint die - hinsichtlich (zusätzlicher und/oder alternativer) Lage von (neuen) Bauten - völlig fehlende Regulierung als bedenklich (keine Festsetzung entsprechender Fluchtlinien). Ebenso bedenklich erscheint auch die Beibehaltung der Widmung als "Spk" ohne nähere Definition der dort zulässigen Nutzungen.
Weiterlesen...
 

Bisambergsender

E-Mail Drucken PDF

Bisambergsender: Nach Sprengung der Sendemasten nun auch das denkmalgeschützte Sendegebäude gefährdet?

Technische Denkmale in Österreich zumeist auf verlorenem Posten

Bisamberg-Sendegebaeude_InitiativeDenkmalschutzAuf Unverständnis stößt beim Verein Initiative Denkmalschutz, mit welcher Eile die Sendemasten auf dem Bisamberg gesprengt werden sollen. Erst vor wenigen Wochen wurde die Öffentlichkeit über die geplante Sprengung informiert.

Im Zuge der heutigen Sprengung sollen leider auch die drei Antennenhäuser zerstört werden (eines aus 1933, die aus den 1950ern mit interessanter rundfunktechnischer Einrichtung). Übersehen wird dabei, dass das dazugehörige Sendegebäude unter Denkmalschutz steht und mit der heutigen Sprengung die Möglichkeit seiner ursprünglichen Nutzung beraubt wird. Logisch wäre gewesen, dass zuerst eine Nachnutzung gefunden, und erst dann über das Schicksal der Sendemasten entschieden wird.

Eine private Initiative bemühte sich noch in den letzten Wochen um die Rettung der Anlage und wollte die Sendemasten mieten - siehe: http://fsmat.at/~calm/bisamberg/

Weiterlesen...
 

Flächenwidmungsplan Nr. 7915, Hochhausbebauung Montelaa in Bezug auf Belvedere

E-Mail Drucken PDF

Flächenwidmungs- und Bebauungsplan: Stellungnahme einer juristischen Person [Initiative Denkmalschutz] zum Entwurf 7915

Donnerstag, 18. Februar 2010

Im genannten Planungsgebiet an der Kreuzung Laaer-Berg-Straße/Südosttangente sind Hochhauswidmungen bis zu 110 Meter Höhe vorgesehen. In unmittelbarer Nähe, in der Absberggasse 47, befindet sich der deutlich niedrigere Porr-Turm, der schon jetzt die Ansicht des Schlosses Belvedere empfindlich beeinträchtigt (vgl. dazu das Buch von Manfred Wehdorn, Wien - Das historische Zentrum: Weltkulturerbe der UNESCO, Wien, 2004, Abb. auf Seite 21). Es wird daher angeregt, vor einer Beschlussfassung im Gemeinderat die visuellen Auswirkungen der geplanten Hochhaustürme auf das UNESCO Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien zu prüfen.

Es ist auch nicht bekannt, ob diese Planung mit der UNESCO, insbesondere mit der Fachorganisation ICOMOS Austria bzw. ICOMOS International, abgestimmt bzw. zumindest kommuniziert wurde.

Verein Initiative Denkmalschutz
Markus Landerer, Tel.: 0699 1024 4216
ZVR-Nr.: 049832110

Weitere Informationen: Monte Laa Internet Plattform

 

Abbruch der Waisenhauskaserne in Klagenfurt

E-Mail Drucken PDF

Waisenhauskaserne in Klagenfurt: Große Aufregung um Abbruch. Initiative Denkmalschutz bedauert Demolierung der städtebaulich so bedeutenden Anlage

Kaernten_Klagenfurt_Waisenhauskaserne_AbbruchAufgebrachte Klagenfurter Bürger meldeten sich in den letzten Tagen bei der Initiative Denkmalschutz,  um über den Ihrer Meinung nach schändlichen Umgang mit historischer Bausubstanz in Ihrer Stadt zu berichten. Ein für das Klagenfurter Stadtbild wichtiger und historischer Bau wird derzeit in großen Teilen demoliert: Die ehemalige Waisenhauskaserne in der Deutenhofenstraße 1-3.

Weiterlesen...
 

Historische Schutzzone in der Leopoldstadt in Auflösung begriffen

E-Mail Drucken PDF

Zerstörung historischer Bausubstanz in der Leopoldstadt geht weiter.
Nach Abbruch Große Sperlgasse 14 nun auch Karmelitergasse 3 abgerissen.
Wer schützt die Schutzzone? - fragt die Initiative Denkmalschutz

1020_Karmelitergasse_3_2010_09_02Der Verlust historischer Bausubstanz in der Leopoldstadt nimmt rasant zu. Nach dem Abbruch eines bedeutenden Gründerzeitbaues in der Rembrandtstraße 21 und dem Abriss des stadtbildprägenden frühgründerzeitlichen Hauses in der Oberen Donaustraße 61 (beim Otto-Wagner-Schützenhaus; beide außerhalb von Schutzzonen gelegen), schreiten die Abbrüche – nun innerhalb von historischen Schutzzonen – fort.
Vor kurzem wurde das historisch bedeutende Haus in der Großen Sperlgasse 14 aus der Mitte des 17. Jahrhunderts abgerissen. Jetzt wird der Abbruch des aus dem 18. Jahrhunderts stammenden Hauses in der Karmelitergasse 3 durchgeführt. Beide Häuser hat die Magistratsabteilung 19 – Architektur und Stadtgestaltung (also auch zuständig für Schutzzonen) - für erhaltenswert beurteilt.
Dennoch können Eigentümer (durch von ihnen beigebrachte Gutachten) als Nachweis „technischer bzw. wirtschaftlicher Abbruchreife“ eine Abbruchbewilligung von der Baupolizei erwirken (Wr. Bauordnung § 60 Abs. 1 lit. d).
Weiterlesen...
 

Naschmarkt: Historische Straßenmöblierung entsorgt

E-Mail Drucken PDF

Initiative Denkmalschutz fordert wieder mehr Sensibilität in Schutzzonen

Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung am Naschmarkt ist in vollem Gange. Neben die über hundertjährigen gusseisernen Sockel der alten Straßenbeleuchtung entlang des Naschmarktes, hat man bereits die Nachfolgemodelle gestellt. Die alten Sockel seien teilweise korrodiert, ist seitens der MA 33 zu hören, und müssten deshalb ersetzt werden.

Warum ersetzt man die letzten erhaltenen Reste der Stadtmöblierung aus der Zeit des Jugendstil nicht durch originalgetreue Replikate, wie das in anderen, mit Wien durchaus vergleichbaren Städten gemacht wird? Warum werden Gusseisen-Kandelaber in Barcelona, Paris oder Prag als erhaltenswerter Teil des Stadtbildes betrachtet, restauriert und gegebenenfalls rekonstruiert, während in Wien ohne Rücksicht auf Geschichte vorgegangen wird?

Noch 1991 bis 1993 wurde in einem Arbeitskreis der Stadt Wien (MA19, "Möblierung im städtischen Raum") ein Leitbild für die Straßen- und Platzgestaltung erarbeitet, das die Erhaltung des historischen Charakters zum Ziel hatte. Nicht passende Elemente sollten entfernt werden. Nur dort, wo keine historischen Vorbilder gegeben waren, sollte das Mobiliar durch zeitgemäße Elemente ersetzt werden.

Siehe auch: http://wien.orf.at/stories/405602/

 

Rückfragehinweis:

Verein Initiative Denkmalschutz

Claus Süss, Tel.: 0676 740 43 27,
Markus Landerer, Tel.: 0699 1024 4216
www.initiative-denkmalschutz.at, ZVR-Nr.: 049832110

 

 


Seite 9 von 10

Heute ist Montag, 20. August 2018
 
Werden Sie Mitglied im Verein Initiative Denkmalschutz !

Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie die Rettung bedrohter Denkmäler in Österreich. Die Initiative Denkmalschutz ist europaweit vernetzt und pflegt Kontakte zu anderen Denkmalschutz-Organisationen und zur UNESCO.

Denkmalschutz ist Kulturschutz.
 

Wer ist online

Wir haben 109 Gäste online