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Neueste Meldungen

Endresstraße, Klavierfabrik Parttart, Morpurgo, Stellungnahme Planentwurf 8116, 17. Juni 2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8116, 23. Bezirk Liesing, Katastralgemeinde Atzgersdorf

Für das Gebiet zwischen Atzgersdorfer Straße, Ziedlergasse, Hödlgasse, Scherbangasse, Kirchenplatz, Endresstraße, Gatterederstraße, Ludwig-Kirschner-Gasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1230 Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Endresstraße 2, Haus Morpurgo: "Urkundlich 1411 genannt, gilt das Anwesen als einstiger Sitz der Atzgersdorfer Herrschaft" (Zitat Berger). "Erb. um 1800 vermutlich unter Einbeziehung eines bar[ocken]. Vorgängerbaus. 2geschossiger blockhafter Bau mit Walmdach, schlichte Gliederung durch Ecklisenen, Gesimse und Plattenparapete; im Stiegenhaus nachträglich eingemauertes Büstenrelief des Stauferkaisers Friedrich II. (bez.)., A. 19. Jh. Weitläufiger, A. 19. Jh., angelegter Garten mit Kastanienallee, in Einfriedungsmauer korbbogige Einfahrt zwischen Kantpfeilern mit Vasenaufsätzen [Foto]; Ruine eines neogot. Gartenpavillons" (Zitat Dehio).
Es wird vorgeschlagen für das ebenerdige Gebäude westlich der Einfahrt die Baufluchtlinien exakt dem Bestand anzupassen, sodass die Einfahrtstor unverbaut erhalten bleiben kann. Im aktuellen Planentwurf ist vorgesehen die beiden Gebäudetrakte baulich zu verbinden ("BB3"). Auch wird vorgeschlagen für das 1stöckige Gebäude (Ecke Scherbangasse) die Höhenwidmung exakt dem Bestand anzupassen (scheint mit 9 Meter etwas zu hoch gewidmet).

Endresstraße 16: Im Dehio erwähnt: "2-3 geschossige späthistoristisch-secessionistische Miethäuser und Villen mit Fassadendekor: ... Nr. 16 ..." Soll in der Höhe bestandsgenau gewidmet werden (scheint mit 9 Meter etwas zu hoch gewidmet).

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Inzersdorf: Hochwassergasse, Stellungnahme Planentwurf 7403E, 17. Juni 2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7403E, 23. Bezirk Liesing, Katastralgemeinde Inzersdorf

Für das Gebiet zwischen Hochwassergasse, Neilreichgasse und Liesingbach

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1230 Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Hochwassergasse 24: Es wird empfohlen für das vor 1820 erbaute, ebenerdige Haus - als eines der wenigen überkommenen Dokumente der dörflichen Siedlung Inzersdorf - bestandsgenau zu widmen um seine Erhaltung zu sichern. (im Dehio erwähnt: "Vereinzelt Restbestände der dörflichen eingeschossigen Verbauung mit Zwerchhöfen M. 18.- M. 19. Jh."). Im Erläuterungsbericht (S. 2) wird das Haus als "seit längerem leerstehend" bezeichnet.

1230 Hochwassergasse 31: Dieses von außen fast unscheinbar wirkende Haus mit kräftigem Kranzgesims und zwei bemerkenswerten blechernen Dachgaupen in (neo)barocker Formensprache weist im Kern ältere Bausubstanz auf (zumindest vor 1820). Hier möge ebenso eine bestandsgenaue Widmung vorgenommen werden, d.h. der Hofbereich möge nicht als Baufläche gewidmet und die Höhenwidmung entsprechend reduziert werden.

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Gaußplatz, Obere Augartenstraße: Stellungnahme Planentwurf 8179, 9. Juni 2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8179, 2. Bezirk Leopoldstadt, Katastralgemeinde Leopoldstadt

Für das Gebiet zwischen Gaußplatz (Bezirksgrenze), Obere Augartenstraße, Scholzgasse und Obere Donaustraße

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1020 Wien Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Empfehlung einer Schutzzonenausweisung

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Hochhausprojekt Eislaufverein: Antwort Stadt Wien auf "Offenen Brief", 6. Juni 2016

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Presseaussendung der List Rechtsanwalts GmbH im Auftrag der Initiative Denkmalschutz

++ Projekt „Hotel Intercontinental/Wiener Eislaufverein“: Äußerung der Stadt Wien zum Offenen Brief 10.05.2016 ++
++ Strategische Umweltprüfung: Wo ist der Umweltbericht? ++
++ Das mangelhafte Hochhauskonzept wird nicht überarbeitet ++

1030

Am 10.05.2016 haben wir im Namen der Initiative Denkmalschutz sowie von Herrn Josef Wick einen Offenen Brief an die Stadt Wien gerichtet [vgl. www.ralist.at/images/bilder/NEU%2009.05.%20Brief%20an%20den%20Wr.%20Gemeinderat%20Endfassung.pdf bzw. Video zur Pressekonferenz www.youtube.com/watch?v=aCbh2p2XWFM], mit dem die Stadt Wien aufgefordert wurde, zur Frage der Gefährdung des „Historischen Zentrums von Wien“ als Weltkulturerbe sachliche Stellungnahme abzugeben, sowie die Wiener Bauordnung an das Unionsrecht anzupassen, indem der Öffentlichkeit eine effektive Beteiligung am Screeningverfahren zur Strategischen Umweltprüfung ermöglicht werden soll.
Heute, am 06.06.2016 hat die Stadt Wien zu den ihr gestellten Fragen Stellung genommen. In der Stellungnahme wird zunächst behauptet, dass für die Aussetzung des Verfahrens zur Festsetzung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes die „festgestellten Auswirkungen auf das Stadtbild“ waren, die im Zuge der gem § 2 Abs 1b Bauordnung für Wien (BO für Wien) durchgeführten Umweltprüfung festgestellt worden seien. § 2 Abs 1c BO für Wien ordnet klar an, dass der Magistrat auf Grund der Ergebnisse der Umweltprüfung nach § 2 Abs 1b BO für Wien einen dem Anhang I der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme entsprechenden Umweltbericht zu erstellen hat, in dem die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen, die die Verwirklichung der Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne hat, einschließlich der Ergebnisse der Prüfung von möglichen, vernünftigen Alternativen, die die Ziele und den geographischen Anwendungsbereich des jeweiligen Flächenwidmungsplanes und Bebauungsplanes berücksichtigen, darzustellen und zu bewerten sind.

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Wiener Eislaufverein: Rechtsbrüche beim Hochhausprojekt Hotel InterCont? 10. Mai 2016

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Pressekonferenz der List Rechtsanwalts GmbH im Auftrag der Initiative Denkmalschutz

++ Pressekonferenz vom 10.05.2016 zum Thema: Hochhausprojekt Wien Eislaufverein: Bruch der UNESCO-Welterbekonvention, des Übereinkommens von Faro und des Unionsrechts? ++
++ Bauordnung für Wien: Mangelnde Öffentlichkeitsbeteiligung unionsrechtswidrig? ++
++ Droht Österreich nächste EU-Vertragsverletzungsklage? ++
++ Hochhauspolitik der Stadt Wien: Wien bald kein Weltkulturerbe mehr? ++
++ Die Stadt Wien ignoriert die Empfehlungen des UNESCO-Beratungsgremiums ++

Am Dienstag, den 10.05.2016 um 09:30 Uhr hat im Wiener Café Landtmann, Universitätsring 4, 1010 Wien, die Pressekonferenz zum Thema „Hochhausprojekt Wien Eislaufverein: Bruch der UNESCO-Welterbekonvention, des Übereinkommens von Faro und des Unionsrechts?“ stattgefunden (Video zur Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=v77agFf7Z4c), an der zahlreiche Vertreter der Politik, der Öffentlichkeit sowie interessierter Fachgremien beteiligt waren.

Unter den Anwesenden waren u.a.: Hofrat Univ.-Prof. Dr.phil. Wilfried Lipp, Präsident von ICOMOS Austria, Univ. Prof. Friedmund Hueber, Architekt und Bauforscher, Präsident der Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege, Prof. Martin Kupf, Dipl.Ing Sebastian Beiglböck (NEOS), Fachreferent für Stadtentwicklung Wien, Mag. arch. Andreas Vass, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur, Herr Arch. Dipl.Ing. Thomas Kratschmer, Frau Ursula Stenzel, Stadträtin FPÖ, Herr Dietrich Kops, Gemeinderat FPÖ, Dr. Mag. Werner Grebner, Bezirksvorsteher-Stv. 3. Bezirk, Mag. Eva Lachkovics, vorm. Bezirksvorsteher-Stv. 3. Bezirk, Dr. Franz Eduard Kühnel (ÖVP), Bauausschussvorsitzender-Stv. 1. Bezirk - in Vertretung des Bezirksvorstehers, Herr Alexander Hirschenhauser, GRÜNE 1. Bezirk, Christoph Ulbrich von WIEN ANDERS und viele anderen.

Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List sowie Rechtsanwaltsanwärter Herr Mag. Piotr Pyka von der List Rechtsanwalts GmbH stellten zunächst die von ihnen erstellte Power-Point-Präsentation vor, die die wichtigsten Aspekte rund um das neue Hochhauskonzept in Wien sowie um das Projekt „Hotel Intercontinental/Wiener Eislaufverein“ behandelt. Die gegenständliche Präsentation übermitteln wir Ihnen in der Beilage.

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Weißgerberviertel (u. a. Hetzgasse 8), Stellungnahme Planentwurf 7975, 6. Mai 2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7975, 3. Bezirk Landstraße, Katastralgemeinde Landstraße

für das Gebiet zwischen Hintere Zollamtsstraße, Bezirksgrenze zum 2. Bezirk (Donaukanal), Rotundenbrücke, Rasumofskygasse, Marxergasse, Blattgasse, Kegelgasse, Seidlgasse, Marxergasse, Markthallenbrücke, Obere Viaduktgasse und Hetzgasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1030 Wien Der Verein begrüßt die im Planentwurf vorgesehenen Erweiterungen der Schutzzone, gleichzeitig wird vorgeschlagen noch folgende Häuser in die Schutzzone aufzunehmen (vgl. Plan anbei, vorgeschlagene Schutzonenerweiterung in oranger Farbe flächig hinterlegt):
Adamsgasse 2, 4, 3, 5
Dampfschiffstraße 8-8A, 18-20
Hetzgasse 3A bis 9, 13
Lorbeergasse 3
Löwengasse 2, 2A und 2B
Matthäusgasse 8-14 sowie 7, 11-13
Obere Viaduktgasse 28
Obere Weißgerberstraße 7-7a, 10-12, 14, 17, 19, 22
Radetzkygasse 24-26 und 25-27
Untere Viaduktgasse 2, 5, 9, 13
Untere Weißgerberstraße 6, 10, 7-11
Weißgerberlände 10
Weiters ist beim Objekt Untere Viaduktasse 2 der Vorschlag bzgl. Bebauungsplan zu beachten, siehe dort.

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Turbulenzen um Bezirksmuseumsleiter Floridsdorf: Neuer Kandidat Chance für Neustart? 17.04.2016

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TURBULENZEN UM BEZIRKSMUSEUMSLEITER FLORIDSDORF: NEUE KANDIDATUR ALS CHANCE FÜR EINEN NEUSTART?

1010 Wien Am 9. April war unser Verein – schon lange geplant - zu Gast im Bezirksmuseum Floridsdorf und hielt seine diesjährige Vollversammlung ab. Nach den öffentlichen Turbulenzen rund um die Neubestellung des Bezirksmuseumsleiters in den letzten Wochen beschloss unser Verein einstimmig eine Resolution (siehe anbei), die sich nachdrücklich für eine Bestellung im Sinne einer "sachlich-fachlichen Qualität" ausspricht. Jetzt haben wir erfahren, dass eine weitere Person sich für den Posten des Bezirksmuseumsleiters bewirbt.

Wir glauben, dass der neue Kandidat Dr. Peter Schubert für alle Beteiligten die Chance beinhaltet das Bezirksmuseum in eine gedeihliche Zukunft zu führen. Herr Dr. Schubert ist vielfacher Buchautor und zeichnet für zahlreiche Ausstellungen verantwortlich. Er ist Bewohner des Bezirks und hat auch mehrfach zu Floridsdorf betreffenden Themen publiziert.

Gewählt wird der neue Bezirksmuseumsleiter am Dienstag, den 19. April.

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Jagdschloss Magdalenenhof am Bisamberg: Stellungnahme zum Planentwurf 7532E, 7. April 2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7532E, Katastralgemeinde Stammersdorf, 21. Bezirk Floridsdorf

Für das Gebiet im Bereich Senderstraße, Oskar-Czeija-Gasse

Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet

1010 Wien Im Plangebiet liegt das so genannte, unter Denkmalschutz (§ 2a) stehende und seit Ende 2011 leer stehende Jagdschloss Magdalenenhof (Senderstraße 130), das 1911/12 für den Besitzer der Brauerei Jedlesee, Rudolf Dengler vom Architekten Paul Hoppe erbaut wurde. Südöstlich, schräg gegenüber, befindet sich der Gutshof Magdalenenhof (Senderstraße 125, Senderstraße 127, Oskar-Czeija-Gasse 2), ein wahrscheinlich seit dem Mittelalter bestehender Gutshof aus dem 16. bis 1. Hälfte 18. Jahrhundert, ehemals Besitz des Schottenstifts, seit 1928 im Eigentum der Stadt Wien. Der bestehende Gutshof ist eine großzügige 3seitige Anlage um einen breiten Rechteckhof aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, Verwaltungsbau und Wirtschaftstrakte mit Sichtziegelordung.

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Vorschläge für Festsetzungen im Plangebiet ab:

Es wird vorgeschlagen für die oben genannten, historisch erhaltenswerten Bauten eine Schutzzone auszuweisen (auch im Hinblick einer Schutzzonenerweiterung auf die außerhalb des Plangebietes liegende, denkmalgeschützte Sendeanlage am Bisamberg, dessen östlicher Teil in der Oskar-Czeija-Gasse 5 auf Wiener Stadtgebiet liegt). Weiters mögen die Baufluchtlinien (wie auch die Höhenwidmung) exakt dem historischen Bestand angepasst (bzgl. Baufluchtlinien ist dies im aktuell gültigen Plandokument und im Planentwurf nicht der Fall) und die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung ("BB") gemäß dem Bestand festgeschrieben werden. Dadurch wird am ehesten der dauerhafte Bestand gewährleistet und ein Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

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Steffl-Blick bedroht: Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch, 01.04.2016

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Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch

Trotz Sichtverschlechterung auf "Steffl" beabsichtigt der Bauausschuss des 8. Bezirkes am 4. April seine Zustimmung zu erteilen

1010 Wien

Dem Vernehmen nach hat sich seit unserer letzten Presseaussendung vor exakt einem Jahr nichts an den Neubauplänen für das ehem. Rechenzentrum an der 2er-Linie geändert. Trotzdem will am kommenden Montag der Bauausschuss der Josefstadt diese mit einer § 69 Ausnahmegenehmigung bewilligen, damit die Bauhöhe an der entscheidenden Gebäudekante zur Stadiongasse hin um 4,74 Meter (!) überschritten werden darf!

Voraussetzung für Erteilung der § 69 Ausnahmegenehmigung ist nicht gegeben! Der Bauausschuss der Josefstadt darf daher diese nicht erteilen!

Dem Bauausschuss der örtlich zuständigen Bezirksvertretung obliegt als Behörde(!) die Entscheidung über eine solche Abweichung von den Bebauungsbestimmungen (vgl. § 133 Abs. 1 Bauordnung für Wien). Der 1. Bezirk hat vor wenigen Wochen einer solchen Ausnahmegegenehmigung bereits zugestimmt. Die Bestimmung zur Ausnahmegenehmigung besagt, dass eine solche seitens des örtlichen Bauausschusses nur erteilt werden darf, wenn das vom Flächenwidmungs- und Bebauungsplan "beabsichtigte örtliche Stadtbild" nicht störend beeinflusst wird (§ 69 Abs. 1 Zeile 3), als auch – da in Schutzzone gelegen - "das öffentliche Interesse an der besonderen Ausbildung des Baukörpers zur Gestaltung des örtlichen Stadtbildes überwiegt" (§ 69 Abs. 3).

Blickachse Josefstädter Straße für Neubauplanung als besonders bedeutend eingestuft!

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Hochhausprojekt Eislaufverein, Duldet Kulturminister Aberkennung des UNESCO-Welterbetitel, 23.03.2016

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Hochhausprojekt Eislaufverein: Wie lange duldet Minister Ostermayer, dass Wien seinen Welterbetitel für Spekulanten aufs Spiel setzt?

1030 Wien

Wien (OTS) - Im Vorjahr hat das UNESCO-Welterbekomitee beschlossen, eine internationale Expertenmisson nach Wien zur Begutachtung des beanstandeten Hochhausprojektes "Hotel InterContinental - Wiener Eislaufverein" zu entsenden. Der vernichtende Bericht dieser ICOMOS-Expertenmission liegt nun vor und wurde vom Welterbezentrum veröffentlicht: http://whc.unesco.org/en/documents/140325

Die neuen Wiener Planungsinstrumente "Hochhauskonzept 2014" und "Masterplan Glacis" werden darin als Verschlechterung kritisiert, da sie Hochhausprojekte wie beim Eislaufverein nicht verhindern können.

Im Fall der Verwirklichung von Hochhausprojekten im Welterbegebiet droht Wien der Verlust des Welterbeprädikates = "irreversibler Verlust des weltweit außergewöhnlichen Wertes" (OUV). Siehe Bericht S.22, Pkt.5.1 letzter Absatz; Fotomontage Hochhaus Eislaufverein S.32

Die Wiener Stadtregierung muss sofort die Flächenwidmungsplanänderung zugunsten des Hochhauses am Eislaufverein stoppen, ansonsten erfolgt die Aberkennung des Welterbestatus durch das UNESCO-Welterbekomitee (10.- 20. Juli 2016 in Istanbul). Außerdem würde durch die Änderung des Flächenwidmungs- u. Bebauungsplanes ein Rechtsanspruch erwachsen.

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Schloss Kleßheim Zubau: Gefährlicher Präzedenzfall, 21. März 2016

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Schloss Kleßheim Zubau: Gefährlicher Präzedenzfall für zukünftige Veränderungen an denkmalgeschützten Gebäuden?

Initiative Denkmalschutz warnt vor bedenklicher Entwicklung

Hallein

Jetzt nach der offiziellen Wiedereröffnung des Casinobetriebes im Schloss Kleßheim bei Salzburg (Gem. Wals-Siezenheim) kann man sich von den zwei würfelförmigen Zubauten an der Rückseite des Barockschlosses ein Bild machen, an deren desaströser Gesamtwirkung auch der Behübschungsversuch in Form einer Abdeckung in Gestalt eines Waldes nichts ändern kann (siehe Foto).

Auch wenn diese Zubauten vom Bundesdenkmalamt auf Grund von baubehördlichen Vorschreibungen (Fluchtwege, Personalräume, Technische Ausstattung, Klima) nur temporär bewilligt wurden (für wie lange?), muss die Frage gestellt werden, ob solch grobe Eingriffe in das äußere Erscheinungsbild von denkmalgeschützten Gebäuden nun in Zukunft öfter erwartet werden müssen? Sogar der Betreiber, die Casino Austria AG, gesteht ein, dass dies "optisch nicht die beste Lösung" sei, "aber effektiv" (Quelle: ORF, 5.2.2016)

Initiative Denkmalschutz warnt vor Präzedenzfall für künftige Bewilligungen!

Hallein

Ob Schloss Mirabell, Schloss Hellbrunn oder Schloss Leopoldskron nicht auch bald solche Zubauten benötigen? Mit diesem entstellenden Eingriff in die Architektur des - vom herausragenden Barockbaumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach geplanten – Schlosses wurde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen! Wie will man in Hinkunft solch schwerwiegende Veränderungen fachlich untersagen, wenn man bei einem über 300 Jahre alten, prachtvollen Repräsentationsbau solch große Quaderanbauten – wenn auch "nur" temporär – bewilligt hat? Auf jeden Fall muss dieses Beispiel zum Anlass genommen werden zu hinterfragen, wie einerseits mit übermäßigen Wünschen von Eigentümern und andererseits mit allzu strengen baubehördlichen Vorschriften zukünftig umgegangen werden kann? Dies auch unter dem oft vermittelten Eindruck, dass bei vielen privaten Eigentümern von kleineren, denkmalgeschützten Objekten vielfach strengere Maßstäbe angelegt werden.

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Historischem Bauernhaus in Oftering bei Linz droht Abbruch, 17. März 2016

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Historischem Bauernhaus in Oftering bei Linz droht Abbruch
Initiative Denkmalschutz fordert sofortigen Stopp der Abrisspläne

In der Gemeinde Oftering nahe Linz (Pol. Bez. Linz-Land) soll im Ortszentrum ein als „Bauernhaus“ bekanntes historisches Wohnhaus einem Parkplatz weichen. Oftering ist bekannt für seine zahlreichen Vierkanthöfe und hat sich seinen dörflichen Charakter weitgehend bewahrt. Insbesondere historische Gebäude wie das vom Abriss bedrohte tragen wesentlich dazu bei und müssen unbedingt erhalten bleiben. Jetzt soll ausgerechnet dieses „Bauernhaus“ beseitigt werden, wie erst vor kurzem die Gemeinde entschied. Das 1stöckige Gebäude mit seiner Putzgliederung in der Tradition spätbarock-biedermeierlicher dörflicher Wohnhäuser ist gut erhalten und Ideen für eine Weiternutzung gäbe es viele. Auch viele Bürger in Oftering können das nicht verstehen, da das historische Gebäude in der Freilinger Straße 2 (am Türgewände datiert 1872; im Kern aber wohl älter) seit über 150 Jahren zum Ortsbild gehört und Oftering als Vierkanterdorf auch bekanntes Ausflugsziel in Oberösterreich ist. So haben sich Bürger an die Initiative Denkmalschutz gewandt um Unterstützung für die Rettung zu bekommen.

Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung und Erstellung von Nutzungskonzepten

 Wie die Erfahrung lehrt, hat das baukulturelle Erbe nicht nur aus Sicht des Denkmal- und Ortsbildschutzes eine besondere Wichtigkeit für die Ortsbildstruktur, sondern ist die Erhaltung historisch gewachsener Ortskerne als identitätsstiftende Zone für jede Gemeinde von maßgeblicher Bedeutung. Die Initiative Denkmalschutz fordert daher die politisch Verantwortlichen in Oftering auf die Abrisspläne sofort zu stoppen, das Gebäude zu erhalten und konsequent sinnvolle Nutzungskonzepte für dieses historische bäuerliche Wohnhaus zu entwickeln. Nicht nur viele Ofteringer Bürger würden es den Gemeindeverantwortlichen danken, sondern auch alle an der dörflichen Kultur interessierte Österreicher.

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Stellungnahme Planentwurf 8099: Breitenfurter Straße 4-44, 25.02.2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8099, Katastralgemeinde Altmannsdorf, 12. Bezirk Meidling

Für das Gebiet zwischen Breitenfurter Straße, Schneiderhangasse, Stegmayergasse, Sonnergasse, Breitenfurter Straße, Altmannsdorfer Straße

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab (und verweisen auf unsere fast gleichlautende Stellungnahme zum Planentwurf 7860 vom 20.11.2012):

1120_Breitenfurter_Strasse_38 Grundsätzliches

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso mögen die Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand festgelegt werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Die Stellungnahme im Detail

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Türkenwirt (TÜWI): Rettung für Gründerzeitbau gestartet, 09.02.2016

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Türkenwirt (TÜWI): Rettung für Gründerzeitbau in Döbling gestartet
Petition Initiative Denkmalschutz gemeinsam mit Wiener Cottage Verein

Wien (OTS) - Der Gründerzeitbau TÜWI in der Peter Jordan-Straße 76 soll - trotz Erhaltungswürdigkeit und Schutzzone - für die Erweiterung der Universität für Bodenkultur (BOKU) abgerissen werden.

1190 Wien

Forderung nach Erhaltung des TÜWI - Abbruchreife zu hinterfragen

Für den Türkenwirt mit seinem färbig-glasiert gedeckten Turm wurde bereits eine Abbruchbewilligung ("Abbruchreife") erteilt, doch dem Augenschein nach befindet sich das Gebäude in einem baulich guten Zustand (außer Fassaden-Putzabplatzungen). Die soeben veröffentlichte Petition (www.wien.at/petition/online) fordert - im Sinne von Transparenz und Bürgerbeteiligung - die Veröffentlichung der Gutachten. Der Erhalt von Bauten in Schutzzonen liegt im öffentlichen Interesse, daher muss die Öffentlichkeit eingebunden werden!



MODUL Gebäude: Möglicher Alternativstandort für Boku-Erweiterung


1190 Wien
Alternativen für die am Standort TÜWI angedachte BOKU-Erweiterung müssen gefunden werden. Das MODUL Gebäude in der Peter Jordan-Straße 78, gleich gegenüber des TÜWI gelegen, würde viel Platz bieten. Da die Tourismusschule MODUL der Wirtschaftskammer Wien bis 2018 in die Muthgasse übersiedeln wird, scheint dieser Standort ideal für eine mögliche BOKU-Erweiterung. Alternativen müssen jedenfalls gefunden werden, einen Abbruch in Schutzzonen werden wir nicht hinnehmen.



Petition Türkenwirt zum Download: Download
Die Petition Türkenwirt auf der Petitionsplattform der Stadt Wien (für digitale Signatur): http://www.wien.at/petition/online



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Casino Zögernitz: Initiative Denkmalschutz warnt vor Teilzerstörung

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Casino Zögernitz: Initiative Denkmalschutz warnt vor Teilzerstörung

Appell an Döblinger Bezirksräte übermorgen klar dagegen Stellung zu beziehen!

1190 Wien Diesen Donnerstag, am 28. Jänner werden die Döblinger Bezirkspolitiker in der Bezirksvertretungssitzung ihre Stellungnahme zur Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes abgeben, deren wesentliche Änderung in der Umwidmung des Casino Zögernitz liegt (Planentwurf Nr. 8050). Bereits am Tag zuvor am Mittwoch wird der Bauausschuss des 19. Bezirks diese Stellungnahme dazu vorbereiten.

In der Umwidmung ist der Teilabbruch des Casino Zögernitz vorgesehen. Dazu hat die Initiative Denkmalschutz am 14. Jänner - im Rahmen der öffentlichen Auflage - eine kritische Stellungnahme verfasst, die allen Bezirksparteien zur Kenntnis gebracht wurde.

Die vorgesehenen, umstrittenen Teilabbrüche

Im aktuellen Planentwurf ist nämlich der Abbruch des nördlichen, um 1927 angefügten neobarocken Speisesaalanbaues (mit barockisierenden Eckrisaliten und floralen Stuckdekorationen) vorgesehen. Weiters die Zerstörungen des in diesem Bereich erhaltenen historischen Alleeabschnitts sowie der letzten Überreste der ursprünglich 1865 errichteten Endstation der Pferdeeisenbahnlinie im Nordwesteck des Grundstückes (ehem. Fahrkartenschalter). Stattdessen soll im nördlichen Bereich ein größer dimensionierter Wohnbau gewidmet werden.

Wo bleibt der Schutzzonen-Schutz?

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Stellungnahme Planentwurf 8153: Schicht-Villa, Angyalfödstr. 97-99, 1210 Wien

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8153 im 21. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldau

Für das Gebiet zwischen Hans-Czermak-Gasse, Satzingerweg, Angyalföldstraße

Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet

1210_Schicht-Fabrik Im Plangebiet befindet sich die so genannte "Schicht-Fabrik" (Angyalföldstraße 97-99 bzw. Schichtweg 123-133, ehem. auch Donaufelderstraße 123), ein Industrieensemble aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das "weniger ein architektonisches als ein kultur- und sozialgeschichtliches Interesse verdient" (Zitat Achleitner). Der Industrielle Georg Schicht II verlegte 1884 die Sodafabrik vom 10. Bezirk auf den Standort in Leopoldau . Die Firma erzeugte zunächst Kristallsoda, Ätznatron, Chlorkalk, Laugenessenz und Waschblau. Im Jahr 1900 ließ Georg Schicht sich nach seinen Plänen (er war Absolvent der Technischen Hochschule und hatte die Baumeisterprüfung) die "ans Phantastische, aber sicher ans Kuriose grenzende 'Englische Villa'" erbauen (Architekt: Ferdinand Berehinak). Diese wird heute auch als "Schicht-Villa" bezeichnet. 1910 wurde "ein Wasserglasofen für die Herstellung der bekannten Schicht-Seife" errichtet, "die über den Zweiten Weltkrieg hinaus den Wohlstand der Firma sicherte. Neben dem bescheidenen, fast biedermeierlich wirkenden alten Wohnhaus und einem parkähnlichen Garten handelt es sich, einschließlich späterer Objekte (wie Garagen, Lagerhallen etc.) um ein geschlossenes Ensemble, das trotz der Bombenschäden ein interessanter 'Zeitzeuge' geblieben ist." (Zitat Achleitner)

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Stellungnahme Planentwurf 8050, u. a. Casino Zögernitz, 14.01.2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8050, Kat.G. Oberdöbling und Heiligenstadt

Für das Gebiet zwischen Barawitzkagasse, Heiligenstädter Straße, Rampengasse, ÖBB Franz-Josefs-Bahn, Radelmayergasse, Döblinger Hauptstraße und ÖBB Vorortelinie.

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Im Plangebiet befinden sich zahlreiche historisch wertvolle Biedermeierbauten, vor allem aber Gründerzeitbauten im Ensemble

1190 Wien Allgemeines: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Weiters möge in einer besonderen Bestimmung die Anzahl der Geschoße mit der Anzahl der bestehenden Geschoße festzusetzen. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Auf Grund des Fehlens von Daten der Bestandshöhen können wir bei den aus unserer Sicht historisch relevanten Objekten nur die augenfälligen Abweichungen von Bestandshöhe zur geplanten Widmungshöhe aufzeigen.

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Stellungnahme Planentwurf 8141, ehem. städtischer Schlachthof, Grinzinger Str. 151, 14.1.2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8141 im 19. Bezirk, Katastralgemeinde Nußdorf

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8141 im 19. Bezirk, Katastralgemeinde Nußdorf

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1190 Wien Bachofenstraße 8 / Boschstraße 62 , ehem. Handschuhfabrik Zacharias (per Bescheid unter Denkmalschutz), 2stöckiger, 1886/87 vom Architekten Gutav Matthies erbauter, stark gegliederter Sichtziegelbau aus der Gründerzeit (Umbau 1904). Die Firma J. E. Hacharias zählte zu den bedeutendsten und modernsten Handschuhfabriken der Monarchie. Es wird begrüßt, dass die Baufluchtlinien wieder exakt dem Bestand angepasst werden sollen. Im aktuell gültigen Plandokument 7674 (aus 2006) ist südlich im Anschluss an das Gebäude das Areal als Parkplatz gewidmet, das "von jeder oberirdischen Verbauung freizuhalten ist" (BB4). Nun soll im neuen Planentwurf die bebaubare Fläche direkt an das Gebäude heranrücken, sodass die Südansicht des denkmalgeschützten Fabriksgebäudes verloren gehen könnte. Es wird daher angeraten, die bebaubare Fläche vom Bestandsobjekt abzurücken, um das südseitige Erscheinungsbild der ehem. Handschuhfabrik zu sichern.

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Stellungnahme Planentwurf 8140, Station Hernals (Vorortelinie), 24.12.2015

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8140, Kat.G. Ottakring und Dornbach, 1160 und 1170 Wien

Für das Gebiet zwischen Paletzgasse, Julius-Meinl-Gasse, Hernalser Hauptstraße und Heigerleinstraße

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1160  Wien Im Plangebiet befindet sich das Stationsgebäude der ehem. Vorortelinie (heute S45), die 1893-1898 nach Plänen des berühmten Jugendstilarchitekten Otto Wagner erbaut wurde. Das Gebäude der "Station Hernals" besteht aus einem monumentalen Baublock mit Eckrisaliten in Renaissanceformen. Nun soll neben dem historischen Stationsgebäude auf einem Areal einer ehemaligen Kohlenrutsche ein Wohngebäude errichtet werden (ca. 25 Meter Höhe bis zur Firstkante; BB13 = 84,7 m über Wiener Null).

Die Empfehlungen im Detail:

Die Initiative Denkmalschutz schlägt vor, die bebaubare Fläche - insbesondere in Bezug auf die Höhenerstreckung- stark zu reduzieren, um der Bedeutung des denkmalgeschützten Stationsgebäudes samt Schnellbahnstrecke gerecht zu werden und eine allzu starke visuelle städtebauliche Beeinträchtigung hinanzuhalten. Die Initiative Denkmalschutz schließt sich sinngemäß der Stellungnahme des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung an, die da lautet: "(...). Das Gebäude der Station Hernals ist, sowohl in seiner spezifischen städtebaulichen Situierung, wie auch in der gestalterischen Ausbildung und Gliederung ein im Schaffen Otto Wagners besonderer Bau. Städtebaulich durch die sich aus der Linienführung der Bahnlinie ergebende Schrägstellung zum gründerzeitlichen Raster, gestalterisch durch den sich aus dieser städtebaulichen Setzung resultierenden Verzicht auf die Symmetrie und die unterschiedliche Ausbildung der Anbindungsbauwerke. Ein prägnantes Element der Führung der Vorortelinie ist der Wechsel von Hoch- und Tieflage mit den dafür notwendigen Einschnitten sowie den Brücken/Viadukt und Dammbauwerken. Der Wechsel der der Station zugehörigen Bauwerke ist an der Station Hernals exemplarisch ablesbar, Brücke/Viadukt auf der Nordseite, der Bahndamm mit Böschung auf der Südseite. Eine Bebauung dieser Böschung südlich des Stationsgebäudes wäre ein Eingriff in das Ensemble, der das ganzheitliche Wagner'sche Konzept und seine historische Bedeutung zerstören würde. Eine Bebauung dieses Grundstücksteiles wird vom Fachbeirat dezidiert abgelehnt. Eine Bebauung darf nicht über den Scheitelpunkt der Böschung hinausgehen. Die Höhenentwicklung, Situierung und Ausbildung der Baukörper am hinter der Böschung liegenden südlichen Grundstücksteil muss auf diesen einzigartigen Kontext und die spezifische Situation subtil reagieren. Anforderungen für eine Realisierung: Sowohl die Baukörperkonfiguration wie auch die Ausbildung der Fassaden müssen dem Kontext entsprechend von hoher Qualität und Subtilität sein. (...)"

Foto: S45-Station Hernals (ehem. Vorortelinie), Hernalser Hauptstraße 177 / Heigerleinstraße 45; Fotograf: Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz

Quellen:

  • Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk (Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1996, S. 440
  • Die Station Hernals auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Wien_Hernals
Markus Landerer und Claus Süss
im Namen des Vorstandes
Verein Initiative Denkmalschutz

Initiative Denkmalschutz
Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter
Fuchsthallergasse 11/5
1090 Wien / Vienna
Österreich / Austria
mobil: +43 (0)699 1024 4216
tel/fax: +43 (0)1 310 22 94
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Abrisswelle rollt über Wien. Forderung nach 5-Punkte-Plan, 04.11.2015

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Initiative Denkmalschutz: Abrisswelle rollt über Wien

Die Vernichtung des historischen Stadtbildes geht zügellos weiter

Türkenwirt

Ob Schutzzone oder nicht, es hat den Anschein, als ob es keinen Unterschied macht. Aktuell werden und wurden laufend historisch wertvolle Häuser in Wien abgerissen. Ein unvergleichliche Abrisswelle rollt derzeit über Wien. So wird u. a. in wenigen Wochen der "Türkenwirt", ein bedeutendes Gründerzeithaus im 19. Bezirk, der Spitzhacke zum Opfer fallen, und das trotz Schutzzone! (Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629287691293/ bzw. siehe Foto anbei; vgl. auch Anmerkung unten)

Die aktuellen Koalitionsverhandlungen – eine Chance für die Altstadterhaltung?

Die vergangenen 5 Jahre der Rot-Grünen Stadtregierung waren geprägt durch herbe Verluste (u.a. zahlreiche Zerstörungen in den Heurigenorten, wie z.B. in Neustift am Walde; das Hopf-Haus in der Donaustadt u.v.m.). Die laufenden Koalitionsverhandlungen müssen dazu genutzt werden auch über Altstadterhaltung und das historische Stadtbild nachhaltig und sehr konkret zu verhandeln.

Vizebürgermeisterin Vassilakou hat bereits Handlungsbedarf eingestanden

Vizebürgermeisterin Vassilakou hat den Handlungsbedarf offenbar schon einmal erkannt und in einer großen Tageszeitung am 17. März 2015 kundgetan: "Kein Altbau-Abriss mehr ohne mein Okay" und sprach die Probleme der Abrisswelle an: Außerhalb von Schutzzonen kann quasi sofort mit dem Abriss ohne Prüfung der Erhaltenswürdigkeit begonnen werden, innerhalb der Schutzzone bekommt man trotz Schutzwürdigkeit die Erlaubnis wegen "technischer" (u. wirtschaftlicher) Abbruchreife. Eine weitere Ursache bildet auch die Verschleppung der ursprünglich großzügig geplanten Erweiterung von Schutzzonen, wie sie seitens der MA 19 1996 angedacht war, jedoch weitgehend unberücksichtigt blieb. Ebenso müssen endlich auch die Anreize für Abrisse auf Grund der Ungleichbehandlung bei Mietpreisen zwischen Alt- und Neubauten abgeschafft werden, die Eigentümer geradezu dazu anstiftet ihre Häuser abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen.

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Heute ist Mittwoch, 18. Oktober 2017

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